Schweden 2011

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13. - 25.06.2011 Dänemark - Schweden (und ein wenig Norwegen)

Route

alle Fotos gibt es hier

Tag 1 = 13.06.2011
Nachdem wir einige Tage zuvor unsere ursprüngliche Planung „etwas“ über den Haufen geworfen hatten, fahren wir am Pfingstmontag um 9.00 Uhr morgens los. Ziel ist der Campingplatz Krautsand am Elbdeich in Drochtersen. Nach einer entspannten Fahrt, die teilweise durch die Niederlande führt (wobei mein Navi (oder ich?) sich in Enschede gnadenlos verirrt, treffen wir nach 430 km gegen 17.00 Uhr dort ein. Die Zelte sind schnell aufgebaut, unser Abendessen besteht aus mitgebrachten Vorräten. Danach sind wir noch mal kurz zur Elbe spaziert und der erste Tag ist auch schon vorbei.

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Tag 2 = 14.06.2011
Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück geht es um 10.00 Uhr los in Richtung Fähre Wischhafen – Glückstadt. Unterwegs überholen wir unseren 70-jährigen Zeltnachbarn vom Vortag, der mit dem Fahrrad in Richtung Dänemark unterwegs ist. Dann geht es weiter in Richtung dänische Grenze. In Süderlügum wird aufgetankt und Proviant gemacht, bevor wir dann ein paar Kilometer nördlich die Grenze überqueren und nach Ribe, Dänemarks ältester Stadt, fahren. Bei der Einfahrt in eine Parklücke passiert es: ein Fußgänger steht im Weg, ich muss mit eingeschlagenem Lenker kurz bremsen, das Vorderrad rutscht auf dem Split aus und die Maschine liegt auf dem Boden. Drei Mann wuchten das Teil wieder in die Senkrechte. Kurze Schadensaufnahme, die Kratzer halten sich in Grenzen, der Sturzbügel hat seinen Zweck erfüllt. Auf den Schrecken gönnen wir uns erst mal ein schönes Eis, bevor es in Richtung Sunds weitergeht. Dort treffen wir gegen 18.00 Uhr nach 363 km ein, bauen die Zelte auf, versorgen uns mit einigen Dosen Bier und grillen uns ein paar Würstchen dazu.

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Tag 3 = 15.06.2011
Heute steht etwas Dänemark-Sightseeing auf dem Programm. Nach einer Stippvisite in Hvide Sande geht es in nördlicher Richtung die Küste entlang. Hier gibt es sehr schöne, fast endlose Sandstrände mit steilen Abschnitten, großen Dünen, leider auch deutsche Hinterlassenschaften. Nach einem kurzen Aufenthalt am Leuchtturm Bovbjerg bei Ferring fahren wir geruhsam über Landstraßen wieder zurück.  Gegen 17.00 Uhr, nach einem ca. 240 km langen Törn, sind wir wieder am Campingplatz. Nach dem Abendessen (Spiegeleier und Grillwürstchen) geht´s dann mal probeweise in den Sunds-Sø. Ziemlich kalt, aber man hat sich schnell dran gewöhnt. Wir beschließen, uns am nächsten Tag in Frederikshavn nach den Fährzeiten zu erkundigen.

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Tag 4 = 16.06.2011
Die Sonne lässt sich nicht blicken, der Himmel ist bedeckt, alles ist feucht. Eigentlich wollen wir heute eine Runde durch den Norden von Dänemark drehen, an der Jammerbucht vorbei nach Skagen. Vorher eben in Frederikshavn vorbei, Abfahrtszeiten der Fähre in Erfahrung bringen. Auf dem Weg dorthin machen wir eine kleine Pause auf dem Øksnebjerg, immerhin 95 m „hoch“. Im Hafen von Frederikshavn geht´s es dann plötzlich ganz schnell. Frage am Terminal: “Wann geht die nächste Fähre?“ Antwort: „In fünf Minuten oder um 20.00 Uhr“. Frage: „Können wir noch mit?“ Antwort nach kurzem Funkkontakt mit der Fähre: „Ja“. So kommt es, dass wir uns einige Minuten später in der letzten Ecke der 14.00 Uhr-Fähre hinter Wohnmobilen und Reisebussen wiederfinden. Festbinden brauchen wir nach Aussage der Crew die Motorräder nicht. Die See sei ruhig und außerdem habe man Stabilisatoren. Mit einem trotzdem etwas mulmigen Gefühl steigen wir also hoch auf’ das Sonnendeck (ohne Sonne). Die Fahrt ist ziemlich unspektakulär, zu sehen gibt es eigentlich erst was bei der Einfahrt in den Hafen von Göteborg. Den Campingplatz in der Nähe von Lilleby hatte ich bereits im Vorfeld ausfindig gemacht, ca. ½ Stunde von Göteborg entfernt. Das (immer noch feuchte) Zelt ist schnell aufgebaut, Supermarkt gesucht und eingekauft. Schock: Bier hat nur 3,5% Alkohol !?!

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Tag 5 = 17.06.2011
Es hat die ganze Nacht geregnet, erst in den Morgenstunden lässt der Regen nach, so dass wir frühstücken und einigermaßen trocken die Zelte eingepackt bekommen. Um 10.30 Uhr starten wir Richtung Norden. Die nächsten 30 km auf der E45 bestehen allerdings aus einer nicht endenden Baustelle, immer wieder begleitet von kurzen Schauern. Dann wird es für einen längeren Zeitraum sogar sonnig und das Fahren macht Spaß auf den gut ausgebauten Straßen. Nach etwa 120 km, auf der Höhe von Brålanda, flüchten wir vor stärker werdendem Regen in eine Raststätte und gönnen uns eine ordentliche Portion Köttbullar mit Kartoffeln. Anschließend nehmen wir bei ständig wechselnden Wetterverhältnissen die restlichen 150 km in Richtung Karlstad unter die Räder. Als wir gegen 16.45 Uhr vor dem Schlagbaum des Campingplatzes Bomstad-Baden stehen, ist der Entschluss schnell gefasst: Zelte bleiben verpackt, wir mieten uns für zwei Nächte eine Stuga. Die kostet zwar umgerechnet etwa 48,- EUR pro Nacht, aber ist trocken, hat eine kleine Küche und die Betten sind in Ordnung. Als es am späteren Abend wieder richtig regnet und dazu noch ein kräftiger Wind über den Vänern geht, werden wir in unserem Entschluss bestätigt.

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Tag 6 = 18.06.2011
Es regnet nicht mehr, der ruppige Wind treibt große Wolken über den See, aber dazwischen immer wieder blauer Himmel. Wir beschließen, einen Trip nach Norwegen zu machen, die Grenze ist nur gut 100 km entfernt. Ziel ist Kongsvinger, nur etwa 40 km hinter der Grenze. Unmittelbar an der Grenze werden wir von einem kräftigen Schauer überrascht, zum Glück gab’s Unterstellmöglichkeiten. Das Tourist-Büro ist leider geschlossen. Nach kurzer Zeit geht es weiter, an kleinen Ortschaften vorbei. Hinter Skotterud fahren wir die nächsten ca. 60 km in nordöstlicher Richtung, durch Wälder, vorbei an kleinen Seen mit tollen Panoramen durch eine fast unbewohnte Gegend. Unterwegs werden wir noch zweimal vom Regen erwischt, bevor sich dann gegen 16.00 Uhr die Sonne durchsetzen kann. In Torsby kaufen wir uns ein Paket Nackensteaks  zum Grillen und treffen bei strahlend blauem Himmel um 18.30 Uhr nach ca. 330 km wieder am Campingplatz ein. Es bleibt ein kleiner, aber feiner Eindruck von Norwegen.

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Tag 7 = 19.06.2011
Erst um 10.30 Uhr fahren wir los. Auf Grund der unsicheren Wetterlage haben wir beschlossen, nicht weiter Richtung Norden zu fahren, sondern uns in Richtung Stockholm zu orientieren. Nach etwa 190 km baut sich vor uns mal wieder eine Regenfront auf, wir schaffen es gerade noch beim Burgerbrater rein, bevor es draußen richtig losgeht. Nach einer Stunde flaut es etwas ab, wir steigen in die Regenklamotten und fahren weiter. Das macht nicht wirklich Spaß, starke Windböen und ein Schauer nach dem anderen treibt das Wasser überall durch. Nach weiteren 60 km treffen wir am Campingplatz in Mariefred ein. Der Platz liegt an einem See gegenüber von Schloss Gripsholm, eigentlich sehr schön (ausser es regnet). Stiefel und Handschuhe sind komplett durchnässt, zum Glück gibt es in der Hütte eine Elektroheizung mit Gebläse. An der Rezeption gibt´s frisch gebackene Brötchen, die Hütte hat eine kleine Terrasse, Bier ist kalt= alles ok.

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Tag 8 = 20.06.2011
Bei trübem Himmel fahren wir gegen 10.00 Uhr los. Als wir 20 Minuten später vor Schloss Gripsholm stehen, regnet es schon wieder, zum Glück nur kurz. Wir fahren Richtung Süden und wollen irgendwo in Småland in der Umgebung von Vimmerby bleiben. An einer größeren Raststelle nutzen wir eine längere Sonnenscheinphase für eine ausgedehnte Pause. Dann geht´s weiter, als Ziel haben wir Eksjö eingegeben. Irgendwann sind wir einfach mal links abgebogen und sind etwas überrascht, dass nach 100 m die Asphaltierung aufhört und die Straße zu einem Waldweg mit roter Asche wird. Wir lassen uns vom permanenten „wenn möglich, bitte wenden“ des Navi´s nicht beeindrucken und fahren fast 15 km eine wunderschöne Strecke durch den Wald. Irgendwann bemerkt Ralf allerdings, dass seine Kamera ihr Innenleben, sprich Akku und Speicherkarte, verloren hat, vermutlich als sie ihm bei einem Schnappschuss während der Fahrt runter gefallen war. Also drehen und wieder zurück, 20 Minuten später war er wieder da, Kamera wieder komplett. Der Umweg führte uns zur Skurugata, einer Felsformation mit einem sehr schönen Aussichtspunkt, dem Skuruhatt. Da es zum Glück zwischenzeitlich aufgeklart hatte, ist hier ein toller Panoramablick möglich. Kurz vor Eksjö checken wir in Hult auf dem „Movänta“-Campingplatz ein und gönnen uns eine etwas grössere Hütte. Heute haben wir gut 330 km zurückgelegt.

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Tag 9= 21.06.2011
Der Verzicht auf den Schlafsack war keine gute Idee, irgendwie war es die ganze Nacht ziemlich kühl. Nach einer ausgiebigen Dusche geht´s dann wieder. Unsere Hüttennachbarn, ein Paar mit Kleinkind aus der Nähe von Rostock, erzählt uns, dass genau vor einem Jahr hier 3 Wochen Mallorca-Wetter war. Davon ist in diesem Jahr nicht viel zu merken. Nach dem Frühstück geht es Richtung Katthult, dem Drehort der „Michel aus Lönneberga“- Filme Anfang der siebziger Jahre. Verändert wurde dort eigentlich nicht viel. Nette Anlage in ländlicher Umgebung mit einem kleinen Souvenirshop. Weiter geht es nach Vimmerby, dem Geburtsort der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Natürlich sind Fotos hier Pflicht. Der Sitz ist übrigens beheizt! Von der Stadt selber waren wir etwas enttäuscht, hat wenig Flair, da gibt es in Schweden schönere Städtchen. Dann gilt es, ein Versprechen einzulösen: meine Enkelin hatte mich beauftragt, bei Pippi Langstrumpf vorbei zu schauen und Puppen mitzubringen. Also fahren wir zu „Astrid-Lindgrens-Värld“ etwas außerhalb von Vimmerby und werden wieder enttäuscht. Außerhalb des Parks gibt es gar nichts, der Eintritt kostet 335 SEK (knapp 37 EUR). Also fahren wir zurück nach Vimmerby, da Ralf dort in einem kleinen Laden was gesehen hatte. In einem Schreibwarengeschäft finden wir dann zumindest zwei Figuren, nämlich Pippi und den Affen, Herr Nilsson. Alles ist besser, als mit leeren Händen nach Hause zu kommen. Auf dem Rückweg kommen wir noch an den Bauernhöfen vorbei, wo „Wir Kinder von Bullerbü“ gedreht wurde. Auch das Ortsschild von Lönneberga ist uns einen Stopp wert. Bei einer Pause auf der Rückfahrt nutze ich die Gelegenheit, mir die Naturzäune mal näher anzuschauen. Ohne Nägel oder Stricke baut man dort richtig stabile Einzäunungen. Es gelingt mir, mich bis auf einen Meter an zwei schlafende Nebelkrähen heran zu schleichen. Nach zwei Fotos fällt die eine Krähe vor Schreck hinten rüber und beide sind weg. Unsere Tagesleistung beträgt 175 km.

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Tag 10= 22.06.2011
Nach dem Frühstück fahren wir nach Eksjö, einer etwa 600 Jahre alten Stadt, deren gesamter innerer Stadtkern mit einen ungewöhnlich gut erhaltenen Bestand an Holzhäusern, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, zum Baudenkmal erklärt wurde. Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Kalmar, da wir die nächste Nacht auf Öland verbringen wollen. Unterwegs sehen wir ein Hinweisschild zu einem Elchpark und biegen spontan ab. Nach einem Rundgang haben wir zwar einige Elche gesehen. Begeistert hat uns das Ganze allerdings nicht, wenn man sich vorstellt, dass ein Elch in freier Wildbahn kilometerweit laufen kann (und das auch macht), wobei ihm in einer solchen Anlage nur ein paar hundert Meter von Zaun zu Zaun zur Verfügung stehen. Am frühen Abend stehen wir dann vor der Ölandbrücke. Tolles Panorama, lediglich der kräftige Wind, der genau im rechten Winkel zur Fahrtrichtung steht, macht besonders Ralf ziemliche Sorgen. Seine Varadero zeigt sich voll beladen doch sehr seitenwindempfindlich. Aber es nutzt nicht, wir wollen rüber, also Kopf zwischen die Schultern und ab geht’s. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke ist auf 70 km/h reduziert, mehr geht auch fast nicht. Im Rückspiegel sehe ich Ralf langsam kleiner werden, irgendwann ist er gar nicht mehr zu sehen. Einige Minuten später treffen wir uns aber wieder auf dem Parkplatz. Wir fahren an der Ostküste entlang Richtung Norden, eine schöne Strecke mit vielen Windmühlen und kleinen Dörfern. Nur Campingplätze finden wir nicht und beschließen, an der Westküste wieder Richtung Süden zu fahren. Eine gute Entscheidung, nach wenigen Kilometer stehen wir vor Lundegård-Camping und können uns mehr oder weniger frei einen Platz aussuchen. Zelt an einer geschützten Stelle aufbauen und ins Meer. Das ist zwar saukalt, aber dafür ziehen wir uns dann zum Abendessen ins Küchengebäude zurück. Gefahren haben wir an diesem Tag genau 320 km.

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Tag 11= 23.06.2011
Irgendwann in der Nacht bin ich wachgeworden, es regnet wie aus Eimern. Stöpsel in die Ohren und weitergeschlafen. Gegen 3 Uhr nachts werde ich erneut wach, wieso ist das Zelt so kurz über mir? Es regnet zwar nicht mehr, dafür drückt ein Sturm das Zelt fast an den Boden. Also raus und Sturmleinen gespannt, war bestimmt ein tolles Bild. Am nächsten Morgen hat der Sturm zwar nachgelassen, aber es bleibt ein kräftiger Wind, der auch die Rückfahrt über die Ölandbrücke zu einem kleinen Abenteuer macht. Tagesziel ist Trelleborg, da wir am nächsten Tag mit der Fähre nach Rügen wollen. Irgendwie spinnt mein Navi heute, was ich erst nach ca. 50 km bemerke. Nach neuer Zieleingabe (zur Sicherheit) fahren wir versuchsweise mal der Nase nach Richtung Süden. Das bringt uns für einige Kilometer auf eine schöne Waldstrecke. Dann gibt mein Navi endgültig den Geist auf. Leider ist das Wetter sehr wechselhaft und wir legen an einer Raststätte eine längere Pause mit  Burger und Pommes ein. Dann komme ich endlich mal dazu, von schwedischen “Leitplanken” einige Fotos zu machen. Ich will mir garnicht vorstellen, als Motorradfahrer damit mal Kontakt zu bekommen. Als bekennender Wallander-Fan will ich zumindest einmal nach Ystad, zu mehr als einem Foto am Ortsschild reicht die Zeit leider nicht. Kurz vor Trelleborg finden wir dann nach 380 km Fahrt einen fast vollen Campingplatz. Da wir beide keinen Hunger haben, besteht unser Abendessen aus Dosenbier und Chips. Ins Wasser kriegt uns heute niemand mehr.

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Tag 12= 24.06.2011
Heute geht’s zurück nach Germany. In Trelleborg vertreiben wir uns noch die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre. Im Tourist Centre, wo ich noch eine Postkarte kaufen will, finde ich sogar noch ein Pippi-Langstrumpf-Pferd (Kleiner Onkel) für Melissa. Mein Seelenfrieden ist wieder hergestellt. Die Überfahrt ist ruhig und zeitweise scheint sogar die Sonne. Leider ist das Wetter auf Rügen genauso trübe wie in Schweden und die berühmten Kreidefelsen wirken mehr grau als weiß. Auch der Wind  bläst genauso kräftig und treibt Ralf beim Anblick der Rügen-Brücke den Schweiß auf die Stirne. Aber auch diese Brücke wird geschafft und wir fahren z.T. über Landstraßen, aber auch über Autobahnen in Richtung Hamburg. Zwischenzeitlich überlegen wir, nach Hause durch zu fahren, verwerfen das aber und machen uns in Richtung Ostseeküste auf den Weg, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Die Dörfer auf dem Weg sind nicht sehr einladend, Campingplätze gibt es auch nicht und so fahren wir durch bis Kühlungsborn. In „Muttis guter Stube“ gibt es dann ein schönes Zimmer, eine sehr gute Fischplatte und endlich auch wieder ein “richtiges” Bier mit 4,8%.

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Tag 13= 25.06.2011
Zum ersten Mal seit zwei Wochen können wir nicht mit Kreditkarte bezahlen. Nach dem Frühstück suche ich also einen Geldautomaten, um Bares zu bekommen. Dauert zwar etwas, aber irgendwann finde ich einen. Wir können unsere Zeche bezahlen und brechen auf. Da Ralf nicht über die Autobahn fahren will und mein Navi-Monitor den Geist aufgegeben hat, übernimmt er die Spitze und wir fahren über die Dörfer. Da der Wind aber nachlässt und wir nach einer Stunde nur knapp 60 km geschafft haben, fahren wir an der nächsten Anschlussstelle doch wieder auf die Autobahn. Kurz gesagt: wir machen an diesem Tag 625 km und sind um 19.15 Uhr zu Hause.
Erwähnenswert: an diesem Tag schaffen wir etwas, was uns in der ganzen Zeit nicht gelungen ist, wir verlieren im strömenden Regen den Kontakt und treffen uns erst wieder kurz vor Bocholt.
Insgesamt haben wir in den 13 Tagen etwa 4.250 km zurückgelegt, für uns als Tourenfahrer-Anfänger nicht schlecht.

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Es war mein/unser erster gemeinsamer Motorrad-Urlaub. Wir haben was dazu gelernt, festgestellt, dass wir einige der mitgenommenen Dinge nicht brauchten, dafür fehlten andere Sachen. Übrig geblieben ist der Reiz, mehr zu “erfahren”, im wahrsten Sinne des Wortes.

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