Hamburg 2013

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10.05. - 12.05.2013 Hamburg

Tag 1 = Freitag 10.05.2013
823 mal durfte Hamburg den Hafengeburtstag ohne mich feiern, dieses Mal war ich dabei. Und, oh Wunder, sogar in Begleitung von Elfriede, die ich eigentlich nie dazu bewegen kann, mal ihr Goch zu verlassen. Ausschlaggebend ist sicherlich der Umstand, dass wir einer Einladung von Anke und Frederic folgten, das Wochenende bei und mit ihnen zu verbringen. Also fahren wir am Freitagmorgen gegen 9.00 Uhr los in Richtung Norden und kommen nach einer kurzen Pause am Rastplatz Wildeshausen kurz vor 14.00 Uhr in Finkenwerder an. Der Fährhafen ist relativ schnell gefunden, leider ist alles, was annähernd nach Parkgelegenheit aussieht, auch schon besetzt. Irgendwann finden wir dann eine Stelle im Parkverbot in der Nähe der Polizeiwache. Da schon andere Autos dort stehen, stelle ich unseren Wagen einfach dazu. Protest von Elfriede: „und wenn der heute Abend weg ist?“. Vorweg: er stand abends noch da, sogar ohne Ticket.
Nach einigen Minuten ist auch schon eine Fähre da, wir kommen nicht mehr dazu, am Automaten eine Fahrkarte zu ziehen. Also erstmal rauf, auf dem Schiff gibt´s auch noch ein solches Gerät. Während ich noch die Anleitung studiere, steht auch schon ein Mann in Uniform neben mir, fragt wie viele Personen und wohin, gibt mir den Hinweis auf das günstigste Ticket und lächelt sogar noch freundlich. Ich bin begeistert.

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Noch begeisterter bin ich von dem Transportmittel Fähre. Die Linie 62 verkehrt zwischen Finkenwerder und den Landungsbrücken und legt zwischendurch an mehreren Stellen an, ähnlich wie ein Linienbus, unter anderem auch am Museumshafen Oevelgönne. Heute fahren wir aber nur bis zur Anleger Altona Fischmarkt, da der Anleger Landungsbrücken wegen einer Veranstaltung aktuell nicht angefahren werden kann.

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Also steigen wir aus und werfen einen Blick in die alte Fischauktionshalle, die jetzt als Veranstaltungshalle genutzt wird. Danach tauchen wir ins Gewimmel der Verkaufsstände ein, die vom Fischmarkt bis zur HafenCity über eine Strecke von 3,5 km aufgebaut sind. Es wird einfach alles angeboten, was man essen und trinken kann, dazu unterschiedliche Livemusik an allen Ecken, es gibt Biergärten und Cafés, kurz, es ist für jeden Geschmack was dabei.

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Die Zeit vergeht wie im Flug, wir steigen noch mal kurz in die Unterwelt zum alten St. Pauli-Elbtunnel hinab, der heute überwiegend  von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird. Autos können den Tunnel nur noch zu festgesetzten Zeiten befahren. Elfriede signalisiert heftiges Desinteresse an diesem technischen Denkmal und so fahren wir wieder ans Tageslicht.

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Wir spazieren langsam wieder zurück, schauen uns noch einige Schiffe an und landen in einem Biergarten. Radio Reeperbahn spielt deutsche Schlager, Elfriede regt sich fürchterlich über unsere Tischnachbarn auf, weil die sich darüber mokieren, dass plötzlich einige Pärchen beginnen zu tanzen. Wir sitzen unter einer Spiegelkugel mit 2 mtr Durchmesser, 185 kg schwer und 2.000 EUR teuer (lt. DJ).
Ein Stück weiter wummern auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Bässe der alternativen Szene.

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Irgendwann klingelt mein Handy, Anke teilt uns mit, dass sie jetzt zu Hause ist. Wir laufen zum nächsten Fähranleger, dort drängen sich einige hundert Menschen, um einen der 250 Plätze zu ergattern. Irgendwie komme ich auf´s Schiff und stelle fest, dass Elfriede abgedrängt wurde. Elfriede allein in Hamburg? Geht garnicht. Also steige ich in Oevelgönne wieder aus und warte auf die nächste Fähre. Die ist nach wenigen Minuten mitsamt Elfriede da und so fahren wir gemeinsam weiter. In Finkenwerder holen Anke und Frederic uns am Anleger ab. Es gibt viel zu erzählen, die Beiden servieren noch ein Abendbrot, danach ziehen wir uns mit Bier und Wein auf die Couch zurück = es wird ein langer, schöner Abend.

Tag 2 = Samstag 11.05.2013
Ich habe hervorragend geschlafen. Anke´s Kater besuchen uns in unserem Zimmer, einer zutraulich, der andere eher zurückhaltend. Irgendwann treffen wir uns alle zum Frühstück. Es gibt immer noch so viel zu erzählen, das darüber einige Zeit verstreicht. Um die Mittagszeit spazieren wir zum Fähranleger und fahren wieder bis Altona Fischmarkt. In Oevelgönne ist Party, ein Shantychor unterhält die Wartenden. Wir fahren an der “Aida-Luna” vorbei, wirklich ein Riesenpott. Auf der anderen Seite passiert uns die “Freya”, ein über 100 Jahre alter Raddampfer und die ehemalige Yacht der niederländischen Königin Wilhelmina. Auch einige Umwelt-Aktivisten nutzen die Veranstaltung, um sich in Szene zu setzen und auch der normale Hafenbetrieb geht ebenfalls weiter.

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Irgendwie startet man immer an der alten Fischauktionshalle. Es ist zwar kühl, aber in der Sonne sehr angenehm. Also nehmen wir unser erstes Bier draußen ein und genießen den Blick über den Hafen.

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Nachdem wir nochmal die Hafenmeile hinter uns gebracht haben, fahren wir mit der S-Bahn zum Rathausmarkt. In einem Restaurant auf einem Ponton gönnen wir uns eine Pizza und eine Flasche Wein. Die Terrassenheizung sorgt für eine angenehme Temperatur, hier könnte man sitzenbleiben.

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Wir müssen uns noch einen angenehmen Platz für das abendliche Feuerwerk suchen, also geht´s wieder runter zu den Landungsbrücken. Die meisten Biergärten und Restaurants sind schon gut gefüllt. Wir haben Glück und finden im Astra-Biergarten noch einen freien Tisch. Um es kurz zu machen: es gibt gutes Bier, geile Musik und tolle Stimmung. Das Feuerwerk ist grandios und  passt zum Gesamtbild. Gegen 24.00 Uhr legt die letzte Fähre nach Finkenwerder ab, damit ist für uns der Abend an der Hafenmeile vorbei.

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die “Deutschland”

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die Elfriede

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die ”Aida Luna”

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Ein absolut geiler Abend geht zu Ende.

Tag 3 = Sonntag 12.05.2013
Wir wollen zum traditionellen Fischmarkt, verzichten auf´s Frühstück und genehmigen uns nur einen Kaffee. Es ist trübe und kalt, aber zumindest regnet es nicht. Mittlerweile kann ich auch den Fahrkarten-Automaten bedienen und es geht wieder Richtung Altona Fischmarkt. In  Oevelgönne ist heute nichts los, dafür hat “Mein Schiff” am Fischereihafen festgemacht.

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Heute spielt sich an der Fischauktionshalle alles nur drinnen ab, draußen ist es einfach zu kalt. Wir sind etwas spät dran, die Marktschreier sind schon etwas müde.

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Bier geht heute nicht, also suchen wir einen Kaffeebude auf. Elfriede gönnt sich einen Kakao mit gaaanz viel Sahne.

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nach dem obligatorischen Fischbrötchen laufen wir zur HafenCity, vorbei an der 789 Millionen Euro teuren Elbphilharmonie. Wir steigen in die Fähre und wundern uns, dass wir in die falsche Richtung fahren. Die Erklärung kommt über Lautsprecher: da die Landungsbrücken kurzfristig noch wegen einer Veranstaltung gesperrt sind, hat unser Kapitän sich entschlossen, mit uns eine kleine Hafenrundfahrt zu machen, da hier einige interessante Schiffe liegen.

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die “Queen Mary 2”

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die “Grande Buenos Aires” mit Ladungsproblemen

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die “Astor”

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die “Fram” der Hurtigruten

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Hafengeburtstag 2013 (272)

die “Deutschland”

Irgendwann ist die schöne Tour zu Ende, die Fähre setzt uns an den Landungsbrücken ab, wo wir auf unsere Linie 62 umsteigen und nach Finkenwerder fahren. Kaum an Bord, haben die Drei auch schon wieder ein Glas Weißwein in der Hand, für mich gibt´s was alkoholfreies. Wir kommen an der Gorch Fock und einigen anderen Großseglern vorbei, dann bleibt Hamburg hinter uns zurück. In Finkenwerder sitzen wir noch eine Stunde zusammen, dann geht´s zurück an den Niederrhein mit dem Versprechen, spätetens  im nächsten Jahr zum 825. Hafengeburtstag wiederzukommen. Die nächsten fast 7 Stunden verbringen wir auf der Autobahn auf dem Weg von einem Stau zum nächsten.

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Danke an Anke und Frederic für ein total gelungenes Wochenende, ihr wart tolle Gastgeber, hoffentlich können wir uns mal revanchieren

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